Vermont

Published September 3, 2013 by larissaprusak

Am Samstag hieß es auf nach Vermont!

Zuerst wollten wir ja mit dem Zug fahren, aber was auch immer mein Göttergatte gelesen hatte im Internet, der richtige Preis war utopisch! Fast 900$ für uns drei. Nee, nee, nee, das  ist dann doch zu teuer. Er hatte 160$ gelesen! 

Also Auto vollgetankt, vollgepackt ( mein Bettzeug muss immer mit! ich bin da eigen) und los ging es dann um 11 Uhr. Ich wäre ja früher los, aber bis drei Leute fertig sind, das dauert! Außerdem musste ich noch das Geschirr spülen, Spülmaschine ist ja kaputt.

Wir könnten ja die direkte Strecke I 95 nehmen, aber erstens ist dort immer Stau, besonders seit bei uns eine neue Strecke gebaut wird und dann fährt die auch fast mitten durch NY City. Allein die Gebühren von den Maut- Stationen sind teuer, besonders die Brücke in NY, die kostet alleine schon 14$.

Also sind wir Richtung Winchester gefahren, und dann weiter Richtung Pennsylvania, über West Virginia, Maryland, New York, und diesmal weiter auf der 87 bis hoch nach Albany. Dann auf die 91 und rüber nach Massachusetts und dann weiter nach Vermont.

Wir waren Sage und schreibe 11 Std mit dem Auto unterwegs. Zu meiner absoluten Freude, hatte ich auch noch meine Tage. Nein, sie konnten nicht früher oder später kommen! Ich muss ja eh schon oft auf die Toilette und wenn ich meine Tage habe ist es nicht wirklich besser! 

Kaum fahren wir von zu Hause los, habe ich schon Klo- Fantasien. Ein Mann müsste man sein! Manchmal muss ich an so einen Film denken, wo das Pipi aus dem Finger raus kam. Das, ist dann meist, wenn meine Blase kurz vorm Zerspringen ist. Also so nach 1-2 Std. 

Bei uns in Deutschland gibt es ja wenigstens Rastplätze mit Klos, hier in den USA fehlen die oft. Da muss man dann in irgendein Dorf fahren und hoffen, dass eine Tankstelle, McDoof oder irgend so ein Laden da ist. Manchmal sind wir zur absoluten Freude meines Mannes fast 20 Min in der falschen Richtung unterwegs bis wir was finden. 

Ich würde ja sogar im Wald pinkeln, wenn es denn einen gäbe und man anhalten könnte!

Manche Klos sind dann auch so appetitlich, dass es gar nicht auffallen würde, wenn ich auf den Boden pinkeln würde. 

So widerlich ist es manchmal, dass ich hinterher Herpes an der Lippe bekomme, vor lauter Ekel! Jetzt habe ich immer Putztücher dabei. 

Also, wer mich sieht, kann getrost aufs Klo gehen! Ich habe bereits ” alles” desinfiziert.

Die nächste Herausforderung für uns ist es ja dann was zu essen zu finden. Jeder will was anderes und oft ist die Auswahl echt nicht so prickelnd.

Aber was wir auf dieser Hinfahrt erlebt haben war echt der Burner! 

In Brainsville, NY hielten wir an und fanden einen, na ja, etwas schäbigen Diner, Bens Diner. Ok, meine Tochter meinte gleich, das ist nix! Aber es war bereits nach 18 Uhr und ich wollte die Nahrungsaufnahme hinter mich bringen und weiter düsen. 

Es saßen auch einige Leute drin, also dachte ich, hey, so schlimm kann es nicht sein.

ich hatte leider nicht recht! Es war noch viel viel viel schlimmer!

Es war nicht durch dreckig, es war krustig klebrig dreckig, mit Pilzstücken auf dem Boden. Und ich glaube auch mit Haaren, igittttt!

Die Tische waren speckig klebrig. Nein wir sind nicht gegangen, die Bedienung kam zu schnell. Ich glaube wir waren zu geschockt, wie gefroren. 

Die Bedienung war nett höflich, hübsch….total unpassend zu dem Diner.

Das Essen war der Mega Gau! Tschernobyl war nix dagegen! Vielleicht kam das Essen von dort, so sah es aus. Es war das reinste Plastikessen. Meine Tochter hatte ein Salisbury Steak, das sah aus wie aus der Tiefkühltruhe, mit Dosenpilzen und Kartoffelbrei aus dem Karton. Ich hatte 2 Spiegeleier, die waren ok, Hash Browns ( aka Home Fries), aus dem Froster, wie auch meine Sausages, die 2 Hamburger waren. Mein Mann hatte 2 Mega lange, Mega dünne Würstchen mit Onionrings ausgebacken im ältesten stinkendem Öl. 

Alles war total versalzen und sowas von unappetitlich! 

Wir können von Glück reden, das wir nicht krank wurden! Ein Hoch auf unser Immunsystem!

Wir sind dann nix wie weiter und haben diese Geisterstadt und diese Esshölle hinter uns gelassen. 

Um fast 23 Uhr sind wir dann glücklich, müde in Vermont angekommen.

Unsere Laila ist kurz wachgeworden und nach dem Auspacken sind wir müde ins Bett gefallen.

Unser Limmy hat ja nicht mitbekommen, dass wir da sind und er dachte wir kommen nicht mehr. 

Am Anfang sind beide noch etwas schüchtern, aber nach ein Paar Minuten sind sie aufgetaut und ab da hieß es nur noch Oma dies und Opa das.

Am ersten Tag sind wir nach Dartmouth gegangen, eine Unistadt, die wirklich wunderschön ist. Etwas erinnert sie an Heidelberg. Würde ich wo studieren wollen, dann dort. Alte, wunderschöne Gebäude, wunderschöne Cafés, wunderschöne Häuser, es hat fast einen Hauch von Hippie.

Es gibt dort phantastische Geschäfte mit Küchenutensilien, Le Creuset Töpfe, Messer, Geschirr, Buchladen mit Kochbücher! Ein Larissa Traum! 

Aber ich habe nichts gekauft, wer hat denn schon Lust mit einem Le Creuset Topf rumzulaufen! 🙂

Ein wunderbares Café/ Bistro haben wir dort gefunden, Market Table. Wunderbare organic Küche gab es dort, sowohl die Sandwiches, Hamburger und die Desserts waren grandios. 

Ich hatte ein Sandwich mit Pilzen in Balsamico glasiert mit Ziegenkäse und Rucola und ein Creme Brulee. Mein Mann den besten Hamburger aller Zeiten, meine eine Tochter ein Wrap mit Hummus und meine andere Tochter einen Marzipankuchen. Das war der Ausgleich zum Diner Desaster!

In dieser Woche in Vermont waren wir auch zweimal bei King Arthur Flour. Ich liebe es dort! Es gibt dort auch leckere Sandwiche, Kekse, Brote und Kuchen im Café Bereich.

Im Laden kann man alles kaufen, was das Herz begehrt, Mehl, Backformen, Ausstecher, Schürzen, Gewürze, Geschirr und und und….

Mein Mann hat mir diesmal eine Holzkiste geholt, ein Donutausstecher, eine Packung Cake Enhancer und zwei wunderschöne Tassen, eine für unsere Nachbarin, als Danke schön für das Aufpassen auf unseren Garten und das Haus.

In der Woche hatten wir auch das Glück, bei Lailas erstem Pre School Tag dabei zu sein und ihre Lehrerin kennenzulernen.

Lailas vierten Geburtstag haben wir gefeiert, mit einer pinken Fondanttorte mit weißen Aristocats Ausstecher drauf. Viele Geschenke hat die Maus bekommen und auch Limmy eine Kleinigkeit.

Ausserdem waren wir an einem Wasserfall in Quechee, also der war wahnsinnig steinig und gefährlich und der Rückmarsch für mich ein Albtraum! 

Dann waren wir in dem wunderschönsten Village was ich je gesehen habe, Woodstock Vermont ( nein, nicht DAS Woodstock! Das ist in NY). Da muss man einmal gewesen sein und durch die überdachte Brücke Gefahren sein. Wunderschöne Häuser gibt es dort und ein sehr vornehmes Hotel.

In der Nähe gibt es ein Restaurant von Simon Pearce, ein sehr sehr vornehmes Restaurant, mit integriertem Porzellan Verkauf von Simon Pearce. Im Internet kann man die Stücke bewundern. Ich weiß, wo ich im November hin will! 🙂

In der Nähe, in den Skigebieten gibt es ein Schweizer Hotel mit Restaurant. Luxus pur!

Leider hieß es viel zu schnell wieder Abschied nehmen und nach Hause zu fahren. 

Um 13 Uhr ging es los und um fast 1 Uhr morgens waren wir dann furchtbar müde und kaputt zu Hause in Virginia.

Ende November geht es wieder zurück, da wird unser Limmy dann 3 Jahre alt.

Da freuen wir uns schon drauf, evtl mit Zug diesmal! 😉

Eure Weltenbummlerin

 

 

 

 

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