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Der Herbst ist da!

Published September 15, 2013 by larissaprusak

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Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da

er bringt uns Wind 

hei hussassa

Schüttelt ab die Blätter

bringt uns Regenwetter

Heia hussassa, der Herbst ist da!

Text und Melodie von Hans- Reinhard Franzke

 

Ja, so langsam kommt auch bei uns der Herbst daher. Es hat merklich abgekühlt und morgens, wenn man nach draußen geht, duftet es herrlich frisch. Ich liebe es die Fenster aufzureißen und den Duft des Herbstes ins Haus zu lassen. 

Die Klimaanlage, gottzeidank haben ihr eine bei 40 Grad draußen im Sommer und das über Wochen, ist ausgeschaltet und es weht ein wunderbarer Wind durch alle Zimmer.

Amerikaner haben selten die Fenster auf, nicht mal jetzt, wo die Hitze verschwunden ist. Daran erkennt man uns Deutsche, an den offenen Fenstern. Lach…

Im Kindergarten in Darmstadt wird bestimmt schon das Herbstlied gesungen. Geklatscht wird bei dem Refrain, beim Wind wird fest gepustet, und mit den Fingerspitzen auf und ab wird der Regen gespielt.

Es gibt hier in Stafford auch keine Rosskastanien, was ich total schade finde. Es hat selbst mir immer total viel Spass gemacht die zu sammeln. Ich hatte immer welche in meiner Jacke als Handschmeichler. Kinder lieben Rosskastanien und basteln gerne mit ihnen. Mit Streichhölzer werden Tiere und Figuren aus den Kastanien. In Köln darf man sogar seine Kastanien gegen Haribo Gummibärchen eintauschen. 5 kg Rosskastanien gegen 1 kg Gummibärchen, bei Haribo. Die Rosskastanien bekommt das Wild um Köln herum. Diese Aktion ist immer heiß begehrt.

Aber Kinder basteln auch unheimlich gerne mit den bunten Blättern die vom Baum fallen. Einfach ihnen ein großes weisses Blatt und Kleber geben und sie die Blätter aufkleben lassen. Da kommen die schönsten Bilder heraus. Oder die Blätter anmalen und auf ein Blatt drucken und schnell abziehen. Darauf erkennt man das Skelett des Blattes wunderbar. 

Falle Falle gelbes Blatt, – rotes Blatt,- grünes Blatt, – braunes Blatt….

Blätter nehmen während dem Singsang das Blatt zu Boden schweben lassen.

 

Das Endes Sommers, der Anfang des Herbstes ist auch das Ende des Sommerobstes und Gemüse.

Die letzten Tomaten versuchen noch mit letzter Kraft rot zu werden. Die Gurken versuchen noch schnell groß zu werden. Aber sie werden abgelöst von den Pflaumen und Zwetschgen, den neuen Äpfeln und den Kürbissen, die dick und prall darauf warten gekocht, gebraten und eingemacht zu werden.

Heute gab es bei uns das erste Herbst- Frühstück, 

Apfelkuchen  Haferbrei mit  Brulee Kruste oder besser gesagt

Apple Pie Oatmeal with Brulee Crust

Zutaten für die Äpfel und Cranberries:

( ich habe die doppelte Menge von der Apfelmasse gemacht. Außerdem hatte ich keine Cranberries und habe getr. Blaubeeren genommen und zwei Cox Orange Äpfel. Bei süßeren Äpfeln kann man den Zucker reduzieren)

1/2 Cup Wasser

2 Essl. Heller brauner Zucker

1/4 Teel. Zimt

1/2 Cup getrocknete Cranberries

1 Prise Salz

Zutaten für das Oatmeal/ Haferbrei

2 3/4 Cups Milch

1 Tasse Instant Haferflocken ( brauchen nur 2 Min. zum Kochen)

1 Teel. Orangenzeste

1 Prise Salz

2 Essl. Zucker

 

2 feuerfeste Förmchen

 Ein großer Granny Smith Apfel, geschält, entkernt und in mittlere Stücke geschnitten.

Wasser, Zucker, Zimt, Cranberries und Salz in einen kleinen Topf geben und aufkochen. So lange kochen, bis der Zucker sich aufgelöst hat, ca 1 Minute.

Nun die Äpfel dazugeben und bei mittlerer Hitze ca 10 Minuten köcheln lassen, bis die weich aber nicht verkocht sind. Ab und zu umrühren. Wenn die Äpfel etwas eingedickt sind, den Topf zur Seite stellen.

Jetzt die Milch in einem großen Topf zum Kochen bringen. Dann die Haferflocken, die Orangenzeste und das Salz dazugeben, umrühren und für 2 Minuten zum Kochen bringen. Dann Deckel drauf und Topf wegziehen und für zwei Minutenstehen lassen. Der Haferbrei soll noch etwas locker sein.

dann in 2 feuerfeste Formen erst die ein Teil der Apfelmasse füllen, dann ein Teil der Haferbrei dazugeben. Dann wieder Äpfel draufgeben und nochmal zum Abschluss Haferbrei. Nun auf jedes Förmchen etwas Zucker streuen und diese entweder mit einem Bunsenbrenner oder im Ofen unter dem Grill stellen und grillen, bis der Zucker karamellisiert ist.

das Rezept ist von Bobby Flay und bei Cooking Channel zu finden.

 

Was soll ich sagen, es war himmlisch lecker!

 

Eure Apfelfrau

Tage, die man nicht vergisst 2

Published September 11, 2013 by larissaprusak

Ein ganz normaler Tag hätte es sein sollen.

Unser Lieschen hatte den Tag davor Geburtstag. Den 10. September 2001, zehn Jahre ist sie geworden. Gefeiert haben wir, mit ihren Freunden und vielen Muffins und Süßigkeiten.

Dann kam der 11. September….

wir waren mit Lieschen, ihrer Schwester und Lieschens Freundin Stefanie im Huma, ein Einkaufszentrum in St. Augustin. 

Was wir dort gemacht haben, weiß ich nicht mehr. Wahrscheins waren wir shoppen im Buchladen. Zu dieser Zeit hat unser Lieschen die Gänsehaut Bücher verschlungen.

Auf dem Nachhauseweg war das Radio im Auto an. Welcher Sender es war, weiß ich nicht mehr.

Ich habe nur mit halben Ohr zugehört, weil die Kinder hinten im Auto laut geredet haben.

Es ging um ein Flugzeug, dass in einen Turm fliegt. Krass dachte ich, muss wohl der neue Bruce Willis Film sein, Die Hard.

Aber komischerweise, standen mir die Nackenhaare hoch und ich  merkte doch irgendwie, da stimmt was nicht. Ich habe gespannt drauf gewartet und gehofft, dass er Sprecher den Namen Bruce Willis gleich sagt.

Aber da kam nichts. Ich merkte nur, dass der Sprecher immer panischer wurde und immer aufgeregter von dem Flugzeug und den Türmen erzählte.

Irgendwann, auf der Strecke nach Hause, hat es Klick gemacht und ich wusste, da ist irgendwas in den USA passiert, was ich und mittlerweile auch die Kinder nicht verstanden.

Ich bin nach Hause gerast und habe RTL angemacht. Peter Klöppel war zu sehen, versteinert war seine Mine. Und im Hintergrund  kamen mir die unvergesslichen Bilder entgegen!

Ein Flugzeug, das in einen Turm fliegt, in den Nordturm des WTC , schreiende und rennende Menschen. Staub, überall Staub. Auf allen Kanälen wurde das Programm unterbrochen.

Als dann das zweite Flugzeug in den Südturm fliegt, saß ich nur noch heulend vor dem Fernsehapparat, entsetzt, traurig, verzweifelt, fassungslos. So etwas hatte meine Generation noch nie gesehen gehabt.

Klar hatte ich in den Achtziger Jahren Angst vor einem kalten Krieg und das permanente Aufrüsten mit Ziel Deutschland war für mich sehr beklemmend. Oder die Terroraktionen der RAF habe ich auch nicht vergessen.

Aber das hier war alles in Bild und Farbe und so greifbar.

Und dann fallen diese imposanten Türme einfach zusammen, wie ein Kartenhaus und begräbt Tausende von Menschen unter sich.

Und mit Verzögerung wird klar, dass auch das Pentagon durch einen Flugzeugabsturz angegriffen wurde und ein anderes Flugzeug, dass auf dem Weg in die Hauptstadt war, durch das selbstlose Eingreifen der Passagiere in Shanksville abgestürzt ist.

Irgendwann wurden dann auch die Flugzeugfirmen dieser Todesflüge erwähnt, Nordturm, AA, Südturm, UA, Pentagon, AA, Shanksville, UA

Meine Tante ist Flugbegleiterin bei AA, ich hatte Panik um sie, fliegt sie heute? Wohin ist sie geflogen? Geht es ihr gut?

Ich weiß gar nicht mehr, ob sie mich oder ich sie zuerst angerufen habe, aber ihre Stimme zu hören und zu wissen, es geht ihr gut, war das einzig positive an diesem Tag.

Und trotzdem Trauer und weine ich immer noch um die Männer und Frauen, die bei diesem Anschlag ums Leben gekommen sind. Ich trauer um die nicht gelebten Tage, Wochen, Monate, Jahre. Um Männer und Frauen, die ihre Liebsten nie wieder sehen. Um Kinder, die ihre Mütter oder Väter nie mehr sehen werden. Um nicht gelebte Leben und Träume. Um zerstörte Leben, auch Jahre nach dem Angriff, durch den Staub und die Verschmutzung.

Und ich trauer, dass meine Kinder und meine Enkel keine Welt ohne Krieg kennen. 

United We Stand

Eure Larissa

 

PS: Es gibt ein tolles New York Tagebuch von Else Buschheuer, die zu dieser Zeit gerade in NY war, “Das New York Tagebuch”, sehr zu empfehlen! Ich durfte es von meiner Freundin ausleihen.

 

Kürbis Molke Brot

Published September 8, 2013 by larissaprusak

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Vor ein Paar Tagen habe ich auf Karins Blog das schönste Brot allerzeiten gesehen. Ein Kürbis Molke Brot. Ursprünglich von Dan Leppard, veröffentlicht auf der Guardian Zeitung Seite.

Dazu muss ich sagen, Karin ist die Brotback- Königin! Wahnsinn, was sie für Brote, Brötchen und andere Sachen bäckt! Sie verkauft ihre Brote sogar. Hut ab vor dieser Frau!

Ich habe nur ein paar Brote gebacken, aber manche waren mir  zu hart, zu weich oder schmeckten mir zu hefig. Dieses Brot hat die perfekte Konsistenz und den perfekten Geschmack. Außerdem sieht es dank des Kürbispürees wunderschön Orange aus.

Molke habe ich hier nicht gefunden, kann man aber selber machen. Dazu ein Sieb in eine Schüssel geben, ein Mulltuch oder Cheesecloth reinlegen und dahinein 2% Joghurt geben. Das Tuch fest zumachen, damit der Joghurt gut abtropfen kann. Für dieses Gericht braucht man ca 2 kg Joghurt. Ich habe dies in zwei Etappen gemacht und die Molke in ein geschlossenes Gefäß gegeben zum Aufbewahren. Ich hatte trotzdem nicht genug Molke und habe mit Milch aufgefüllt. Man könnte auch noch Buttermilch und Kefir nehmen, falls die Molke nicht reicht.

Das Kürbispüree habe ich aus der Dose genommen, man kann dies aber auch selber machen. Dazu Kürbis kleinschneiden, in einem Topf mit etwas Wasser weich kochen. Wasser abschütten und die Kürbisstücke pürieren und erkalten lassen.

Hier das Rezept, dass Karin auf ihrem tollen Blog “Brot & Meer”,  brotundbreaddeutsch.blogspot.com verblogt hat.

Es ergibt 2 Brote oder 24 Brötchen

450 Gr Kürbispüree

450 Gr lauwarme Molke

5 Gr Trockenhefe ( oder 15 Gr Hefewürfel)

200 Gr leicht geröstete Kürbiskerne, 

40 Gr/ 50 ml Olivenöl

900 Gr Weizenmehl 550/ Bread flour

100 Gr Vollkornweizenmehl ( ich habe normales All purple Mehl genommen)

18 Gr Salz

Ich habe die Molke erwärmt und die Hefe darin aufgelöst, ca 5 Min. Dann habe ich Kürbispüree in eine große Schüssel gegeben und das Hefegemisch dazugegeben. Das ganze habe ich dann gut verrührt. Dann kamen ein Kürbiskerne und das Öl dazu. Alles gut vermischen. Zum Schluss habe ich das Salz mit dem Mehl vermischt und dann in die Schüssel gegeben. Zuerst habe ich alles mit einem Holzlöffel verrührt und dann mit den Händen weitergemacht, bis das ganze Mehl untergearbeitet ist und ein schöner klebriger Teig entsteht. Teig ca 10 Minuten ruhen lassen, dann auf einer leicht gefetteten Arbeitsfläche mit leicht geölten Händen kurz durchkneten, ca 10 Sekunden.

Zu einem Ball formen und in eine leicht geölte Schüssel legen und darin umdrehen, damit er von allen Seiten leicht eingeölt ist. Zugedeckt über Nacht im Kühlschrank lassen.

Backtag: 

Teig 2 Std vor Gebrauch aus dem Kühlschrank nehmen. 

Den Teig in 2 gleiche Teile schneiden, oder in 24 Stücke a 90 Gr für Brötchen. Die Brotlaibe entweder frei Formen oder in Brotkörbe geben und mit Mehl bestreuen. Teig abgedeckt nochmal 45-60 Minuten gehen lassen. Ich tue dies im Sommer im Ofen mit dem Licht an und Tür zu.

(Dann Brote rausholen) Ofen auf 425 F oder 210 C vorheizen, mit einem Dampfgefäss oder ein Backblech mit Wasser, auf unterster oder oberster Schiene gleich mit reinstellen. Dann Brote, die nicht in einem Brotkorb waren mit einem Messer oben nach Wunsch einschneiden und  auf ein Backblech mit Backpapier geben und in der Ofenmitte 20 Minuten Backen. 

Dampfgefäss oder Backblech mit Wasser entfernen und Brote nochmal 20-25 Minuten Backen.

Auf einem Gitter auskühlen lassen.

Noch ein Nachtrag zu den Kürbiskernen, ich hatte zu wenige und habe Pepitas genommen. Außerdem hatte ich nur salzige Kürbiskerne, diese habe ich in einem Sieb gewaschen und dann im Ofen bei 350 F/ 180 C auf einem Backblech mit Backpapier ca 10 Min geröstet.

Das Brot unbedingt ausprobieren! Es ist Mega lecker!

Eure Brotbäckerin

 

 

Fifty Shades of Grey

Published September 6, 2013 by larissaprusak

Das Warten und Spekulieren hat ein Ende!

Charlie Hunnam wird Christian Grey spielen.

Ach, seufz was bin ich froh, dass es ihn erwischt hat! E. L. James hat wirklich den perfekten Mann gefunden. 

Ich hatte ja wirklich meine Zweifel, ob DER Christian Grey gefunden werden könnte. Ich hatte während ich die Bücher fünf mal gelesen habe eigentlich überhaupt keinen Schauspieler im Kopf, der perfekt für diese Rolle wäre.

Ich weiß nicht mehr ab wann klar war, dass das Buch verfilmt werden würde, aber es stand für viele gleich Matt Bomer als Christian Grey fest. Ich muss gestehen, ich kenne den eigentlich gar nicht und klar, er sieht ja schon hübsch und schön aus, aber auch so aalglatt. Ausserdem steht er im wahren Leben auf Männer. 

Ich glaube, ich hätte das nicht trennen können, auf der einen Seite sein Schwul sein und auf der anderen Seite die heißeste Bücherfigur seit Edward aus Twilight.

Obwohl, der schönste Mann unter der Sonne ist für mich im Moment Luke Evans, ok, der ist auch schwul und ich kann das in seinen Filmen auch ausblenden, aber ich fand Matt Bomer passte nicht in die Rolle. Zu geschniegelt. Punkt.

Klar wäre ich trotzdem ins Kino gegangen, aber vielleicht nur einmal. Jetzt, mit Charlie Hunnam in der Hauptrolle will ich eine Dauerkarte! 

Ausserdem, und das wirklich nur so am Rande, er ist Widder ( Luke Evans auch!) und ich Wassermann! Dream Team!!!

Ich hatte das gleiche Problem bei den Twilight Verfilmungen. Die Bücher hatte ich ja lange vorher gelesen und man stellt sich ja doch einen bestimmten Typ Mann vor. Ich fand Robert Patterson nicht passend für die Rolle. Ich kann nicht mal sagen, was mich gestört hat an ihm. Er war einfach nicht mein Edward. Ich hatte irgendwie Robert Downey Jr im Kopf, aber der war ja zu alt. Das wäre klasse gewesen, wenn er einen siebzehnjährigen hätte spielen müssen. Lach…. Übrigens Jake hatte ich mir auch anders vorgestellt.

Oder bei der Verfilmung von dem Buch ” Die Frau des Zeitreisenden”. Für mich eins der Bücher die ich auf eine Insel mitnehmen müsste. Eric Bana spielt die Hauptfigur und für mich war es sehr schwer mich in den Film reinzuversetzen, weil ich ihn unpassend fand. Ok, nach gefühlten 100 mal gucken ist es nicht mehr so schlimm, aber ich fand ihn fehlbesetzt. Aber es wurden ja auch ganz tolle Szenen aus dem Buch einfach weggelassen was mich auch tierisch aufgeregt hat. 

Es gibt aber auch weiblich total fehlbesetzte Rollen. Da freu ich mich auf den Film PS I Love you, das Buch war soooooo genial! Ich habe so viele Taschentücher bei dem Buch verbraucht, das Tempo bestimmt eine 100% Umsatzsteigerung hatte! Und dann spielt da Hilary Swank mit. Ahhhhhhhh, ausgerechnet die, die ich so gar nicht mag. Ich habe den Film lange Jahre boykottiert und später erst gesehen. Ok, so schlecht war sie nicht in dem Film. Aber ich mag sie halt nicht. Nein, auch nicht in 1 Million Dollar Baby, trotz Oscar!

Für mich wäre noch total interessant die Bücher über Jamie und Claire, Feuer und Stein, geliehene Zeit etc von Diana Gabaldon verfilmt zu sehen. Aber wahrscheins wäre ich da auch total enttäuscht.

Na ja, man kann es halt nicht allen recht machen, und es werden bestimmt ganz viele Charlie Hunnam als Christian Grey fehlbesetzt finden. Ich finde es ist endlich mal ein absoluter Glücksgriff.

Übrigens, mir ist völlig wurscht wer die weibliche Rolle spielt. 🙂

Euer Fifty Fan

 

Vermont

Published September 3, 2013 by larissaprusak

Am Samstag hieß es auf nach Vermont!

Zuerst wollten wir ja mit dem Zug fahren, aber was auch immer mein Göttergatte gelesen hatte im Internet, der richtige Preis war utopisch! Fast 900$ für uns drei. Nee, nee, nee, das  ist dann doch zu teuer. Er hatte 160$ gelesen! 

Also Auto vollgetankt, vollgepackt ( mein Bettzeug muss immer mit! ich bin da eigen) und los ging es dann um 11 Uhr. Ich wäre ja früher los, aber bis drei Leute fertig sind, das dauert! Außerdem musste ich noch das Geschirr spülen, Spülmaschine ist ja kaputt.

Wir könnten ja die direkte Strecke I 95 nehmen, aber erstens ist dort immer Stau, besonders seit bei uns eine neue Strecke gebaut wird und dann fährt die auch fast mitten durch NY City. Allein die Gebühren von den Maut- Stationen sind teuer, besonders die Brücke in NY, die kostet alleine schon 14$.

Also sind wir Richtung Winchester gefahren, und dann weiter Richtung Pennsylvania, über West Virginia, Maryland, New York, und diesmal weiter auf der 87 bis hoch nach Albany. Dann auf die 91 und rüber nach Massachusetts und dann weiter nach Vermont.

Wir waren Sage und schreibe 11 Std mit dem Auto unterwegs. Zu meiner absoluten Freude, hatte ich auch noch meine Tage. Nein, sie konnten nicht früher oder später kommen! Ich muss ja eh schon oft auf die Toilette und wenn ich meine Tage habe ist es nicht wirklich besser! 

Kaum fahren wir von zu Hause los, habe ich schon Klo- Fantasien. Ein Mann müsste man sein! Manchmal muss ich an so einen Film denken, wo das Pipi aus dem Finger raus kam. Das, ist dann meist, wenn meine Blase kurz vorm Zerspringen ist. Also so nach 1-2 Std. 

Bei uns in Deutschland gibt es ja wenigstens Rastplätze mit Klos, hier in den USA fehlen die oft. Da muss man dann in irgendein Dorf fahren und hoffen, dass eine Tankstelle, McDoof oder irgend so ein Laden da ist. Manchmal sind wir zur absoluten Freude meines Mannes fast 20 Min in der falschen Richtung unterwegs bis wir was finden. 

Ich würde ja sogar im Wald pinkeln, wenn es denn einen gäbe und man anhalten könnte!

Manche Klos sind dann auch so appetitlich, dass es gar nicht auffallen würde, wenn ich auf den Boden pinkeln würde. 

So widerlich ist es manchmal, dass ich hinterher Herpes an der Lippe bekomme, vor lauter Ekel! Jetzt habe ich immer Putztücher dabei. 

Also, wer mich sieht, kann getrost aufs Klo gehen! Ich habe bereits ” alles” desinfiziert.

Die nächste Herausforderung für uns ist es ja dann was zu essen zu finden. Jeder will was anderes und oft ist die Auswahl echt nicht so prickelnd.

Aber was wir auf dieser Hinfahrt erlebt haben war echt der Burner! 

In Brainsville, NY hielten wir an und fanden einen, na ja, etwas schäbigen Diner, Bens Diner. Ok, meine Tochter meinte gleich, das ist nix! Aber es war bereits nach 18 Uhr und ich wollte die Nahrungsaufnahme hinter mich bringen und weiter düsen. 

Es saßen auch einige Leute drin, also dachte ich, hey, so schlimm kann es nicht sein.

ich hatte leider nicht recht! Es war noch viel viel viel schlimmer!

Es war nicht durch dreckig, es war krustig klebrig dreckig, mit Pilzstücken auf dem Boden. Und ich glaube auch mit Haaren, igittttt!

Die Tische waren speckig klebrig. Nein wir sind nicht gegangen, die Bedienung kam zu schnell. Ich glaube wir waren zu geschockt, wie gefroren. 

Die Bedienung war nett höflich, hübsch….total unpassend zu dem Diner.

Das Essen war der Mega Gau! Tschernobyl war nix dagegen! Vielleicht kam das Essen von dort, so sah es aus. Es war das reinste Plastikessen. Meine Tochter hatte ein Salisbury Steak, das sah aus wie aus der Tiefkühltruhe, mit Dosenpilzen und Kartoffelbrei aus dem Karton. Ich hatte 2 Spiegeleier, die waren ok, Hash Browns ( aka Home Fries), aus dem Froster, wie auch meine Sausages, die 2 Hamburger waren. Mein Mann hatte 2 Mega lange, Mega dünne Würstchen mit Onionrings ausgebacken im ältesten stinkendem Öl. 

Alles war total versalzen und sowas von unappetitlich! 

Wir können von Glück reden, das wir nicht krank wurden! Ein Hoch auf unser Immunsystem!

Wir sind dann nix wie weiter und haben diese Geisterstadt und diese Esshölle hinter uns gelassen. 

Um fast 23 Uhr sind wir dann glücklich, müde in Vermont angekommen.

Unsere Laila ist kurz wachgeworden und nach dem Auspacken sind wir müde ins Bett gefallen.

Unser Limmy hat ja nicht mitbekommen, dass wir da sind und er dachte wir kommen nicht mehr. 

Am Anfang sind beide noch etwas schüchtern, aber nach ein Paar Minuten sind sie aufgetaut und ab da hieß es nur noch Oma dies und Opa das.

Am ersten Tag sind wir nach Dartmouth gegangen, eine Unistadt, die wirklich wunderschön ist. Etwas erinnert sie an Heidelberg. Würde ich wo studieren wollen, dann dort. Alte, wunderschöne Gebäude, wunderschöne Cafés, wunderschöne Häuser, es hat fast einen Hauch von Hippie.

Es gibt dort phantastische Geschäfte mit Küchenutensilien, Le Creuset Töpfe, Messer, Geschirr, Buchladen mit Kochbücher! Ein Larissa Traum! 

Aber ich habe nichts gekauft, wer hat denn schon Lust mit einem Le Creuset Topf rumzulaufen! 🙂

Ein wunderbares Café/ Bistro haben wir dort gefunden, Market Table. Wunderbare organic Küche gab es dort, sowohl die Sandwiches, Hamburger und die Desserts waren grandios. 

Ich hatte ein Sandwich mit Pilzen in Balsamico glasiert mit Ziegenkäse und Rucola und ein Creme Brulee. Mein Mann den besten Hamburger aller Zeiten, meine eine Tochter ein Wrap mit Hummus und meine andere Tochter einen Marzipankuchen. Das war der Ausgleich zum Diner Desaster!

In dieser Woche in Vermont waren wir auch zweimal bei King Arthur Flour. Ich liebe es dort! Es gibt dort auch leckere Sandwiche, Kekse, Brote und Kuchen im Café Bereich.

Im Laden kann man alles kaufen, was das Herz begehrt, Mehl, Backformen, Ausstecher, Schürzen, Gewürze, Geschirr und und und….

Mein Mann hat mir diesmal eine Holzkiste geholt, ein Donutausstecher, eine Packung Cake Enhancer und zwei wunderschöne Tassen, eine für unsere Nachbarin, als Danke schön für das Aufpassen auf unseren Garten und das Haus.

In der Woche hatten wir auch das Glück, bei Lailas erstem Pre School Tag dabei zu sein und ihre Lehrerin kennenzulernen.

Lailas vierten Geburtstag haben wir gefeiert, mit einer pinken Fondanttorte mit weißen Aristocats Ausstecher drauf. Viele Geschenke hat die Maus bekommen und auch Limmy eine Kleinigkeit.

Ausserdem waren wir an einem Wasserfall in Quechee, also der war wahnsinnig steinig und gefährlich und der Rückmarsch für mich ein Albtraum! 

Dann waren wir in dem wunderschönsten Village was ich je gesehen habe, Woodstock Vermont ( nein, nicht DAS Woodstock! Das ist in NY). Da muss man einmal gewesen sein und durch die überdachte Brücke Gefahren sein. Wunderschöne Häuser gibt es dort und ein sehr vornehmes Hotel.

In der Nähe gibt es ein Restaurant von Simon Pearce, ein sehr sehr vornehmes Restaurant, mit integriertem Porzellan Verkauf von Simon Pearce. Im Internet kann man die Stücke bewundern. Ich weiß, wo ich im November hin will! 🙂

In der Nähe, in den Skigebieten gibt es ein Schweizer Hotel mit Restaurant. Luxus pur!

Leider hieß es viel zu schnell wieder Abschied nehmen und nach Hause zu fahren. 

Um 13 Uhr ging es los und um fast 1 Uhr morgens waren wir dann furchtbar müde und kaputt zu Hause in Virginia.

Ende November geht es wieder zurück, da wird unser Limmy dann 3 Jahre alt.

Da freuen wir uns schon drauf, evtl mit Zug diesmal! 😉

Eure Weltenbummlerin